Wimhölzel Hinterland, Linz (A)
1.Preis Kooperatives Verfahren, 2018; Realisierung 2020-2026

Projektdaten

Auftraggeber: GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz

Städtebauliches Leitprojekt: transparadiso ZT KG Barbara Holub /Paul Rajakovics
Freiraum: SI Landschaftsarchitektur Srdan Ivkovic
Architektur: transparadiso, Frötscher Lichtenwagner, Werner Neuwirth

Team

Lukas Erlacher, Daniel Wegerer, Bernhard Pawelka, Renate Zillmann, Diana Continu, Maria Groiss

Credits Renderings: telegram 71 (Giacomo Dodich)

Im Rahmen eines 4-stufigen Kooperativen Verfahrens wurde das Projekt von transparadiso als städtebauliches Leitprojekt ausgewählt. Gemeinsam mit Frötscher Lichtenwagner und Werner Neuwirth realisieren wir dieses spannende Quartier mit ca. 400 Wohnungen als sozialer Wohnbau mit Gemeinschaftseinrichtungen im Franckviertel - einem traditionellen Arbeiterbezirk in Linz, von 2020-2026.

„Erklärtes Ziel des Projekts ist eine Stärkung der Begegnung im Quartier und ein Weiterentwickeln der heutigen Qualitäten: leistbarer Wohnraum mit hohem Grünanteil und an einer in Zukunft durch Straßenbahn und Fahrrad noch zentraleren Lage in Linz - als neues Herz des Franckviertels.
Architekt<acronym>DI</acronym> Andreas Kleboth, Leiter des Kooperativen Verfahrens, verweist auf die hohe Lebensqualität, die mit der Realisierung des städtebaulichen Leitprojekts erzielt werden kann: „Der vorliegende Entwurf greift gewohnte und geschätzte Versatzstücke der heutigen Siedlung auf und entwickelt diese mit drei neuen Gebäudetypen weiter. Es entstehen unterschiedliche Raumqualitäten und vielfältige Freiraumangebote.“
Das Leitprojekt bildet die Grundlage für alle künftigen Arbeitsschritte. Die besondere Qualität des Projekts liegt in der Großzügigkeit der Freiräume. Das eröffnet im Wimhölzel-Hinterland bisher ungekannte Qualitäten, breite Grünräume, Durchblicke in alle Richtungen, Querungsmöglichkeiten und neue Nachbarschaften. In Reminiszenz an die bestehende Bebauung strukturieren acht längliche, Nord-Süd-orientierte Baukörper den Stadtraum und geben den Rahmen für eine vielfältige Raumkomposition aus Querriegeln und Punktbauten, parkähnlichen Grünräumen und Platzflächen vor. Damit greift der städtebauliche Entwurf gewohnte und geschätzte Versatzstücke der 1930-er-Siedlung auf und entwickelt diese zu einem modernen Stadtquartier weiter. Der Entwurf ist weiterhin den Prinzipien der Moderne‚ Licht, Luft, Sonne, Aussicht verpflichtet, interpretiert diese Ansprüche jedoch wesentlich freier und inspirierter als der Städtebau aus 1930.“
(Auszug aus dem Pressetext der Stadt Linz)