Aktivpark

Neue Mitte Lehen, Salzburg
Wettbewerb, 2.Ankauf, 2003

Projektdaten

Auftraggeber: Stadt Salzburg

Auftragsvolumen: 80 mio €

“neue mitte lehen” _ salzburg _ 2003 [wettbewerb_2.ankauf ]

Team

transparadiso mit
konrad schermann und werner stolfa

der konzeption des „aktivparks“ ging es uns um wesentlich mehr, als eine nachnutzung für das stadion-areal zu finden: salzburg lehen, immer schon eher stiefkind eines aalglatten bildes touristisch vermarktbarer stadtidylle, verliert mit dem nach kleßheim abgewanderten stadion einen wesentlichen teil seiner identität. mehr noch, auch der interspar als "überregionaler" versorger hat einen zeitgemäßen großen bruder in kleßheim bekommen – das zentrum von lehen sucht nach einer neudefinition jenseits der abgründe  von subzentren und trabantenstädten. wir gehen daher von einer programmatisch- kontextuellen neuordnung aus, die versucht, individuelle anknüpfungspunkte für ein neues selbstverständnis von lehen zu finden.

1_poolpoh _erschließungsebene

mit seinen viele armen verbindet der poolpoh sowohl den "interspar" mit den neu geplanten geschäfts-flächen als auch das areal des ehemaligen stadions mit dem nördlich gelegenen kinderspielplatz in richtung glan. der poolpoh ist aber auch selbst geschäftsbereich und bietet raum für einen zukünftigen "lehener naschmarkt". in den anderen beiden richtungen ist er zugang und erschließung für das büro- und wohngebäude und verbindet dieses über einen steg mit dem seniorenzentrum und restaurant "im berg".

2_ aktivpark _eine programmatische parklandschaft

das freiraumkonzept strebt eine großräumige verbindung der freibereiche südlich des stadions bis hin zur glan als ein zusammenhängendes areal mit verdichteten aktivitäten an – dies als deutlichen kontrapunkt zum lehener park , einem gut funktionierenden, nahe gelegenen landschaftspark. entsprechend des anspruchs an ein neuartiges "zentrum" werden also die freiflächen als sich überlagernde aktivitätsfelder für alle alters- und publikumsschichten konzipiert.

3_ hügel mit “rubinwarzen”

auf dem gelände im norden und der ehemaligen osttribüne wird ein künstlicher hügel angeschüttet, der sowohl einen sicht- als auch einen lärmschutz für die bewohner bietet. im süden ist er begrünt und sowohl als liegewiese sowie zum rodeln zu nutzen. im norden bildet er aus spritzbeton mit rubinroten glaswarzen die eigenwillige hülle des seniorenzentrums. der mittlere teil des hügels beinhaltet die infrastrukturboxen als zusätzliches aneignungspotential.