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eine urbane Intervention für Trichtlinnburg,
Salzburger Kunstverein/ Initiative Architektur,
Salzburg, 2005

Projektdaten

Trichtlinnburg erforschte die Auswirkung von Tourismus auf das urbane Leben historischer Altstadtzentren im Rahmen eines EU-Projektes zwischen Maastricht/ Jan-van-Eyck-Akademie, Tallinn/ Center for Contemporary Arts und dem Salzburger Kunstverein/ Initiative Architektur, 2005

http://www.salzburger-kunstverein.at

Team

mit Wolfgang Obermair

Das Indikatormobil agiert im Rahmen von Trichtlinnburg als Mediator leer stehender Objekte in der Altstadt um Wünsche jenseits von Marktzwängen freizulegen und somit wieder eine Vielfalt von Nutzungen in der Altstadt, die weitgehend monofunktional von Tourismus-bezogenen Nutzungen besetzt ist, anzuregen. Gemeinsam mit der Initiative Architektur und in Kooperation mit dem Altstadtmarketing konnten Besitzer von leerstehenden Geschäften in der linken Altstadthälfte zu einem Umdenken gewonnen werden, sodass die Leerstände anstatt als Stigma als Potenzial erkannt wurden und temporär von ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit freigespielt wurden. Tapetenplakate verwandelten die Freistände in "Fassaden einer Zukunft mit Vision". Die Leerstände wurden als Reserve der Stadt markiert und zur sichtbar gemachten Projektionsfläche von Wünschen der TeilnehmerInnen am Projekt. Vor Ort am Indikatormobil wurden Schlüssel (ohne zugehörige Adresse) zu den leerstehenden Lokalen ausgegeben. Wunschberater als "Spione", die im Bereich der Lokale auf Einsatz warteten, führten die BesucherInnen in das eine oder andere Lokal. Ein Video präsentierte die Leerstände auf dem Indikatormobil, begleitet von Stimmen, die Wünsche flüsterten, und verhalf den RezipientInnen so - ergänzend zur persönlichen Wunschberatung - zur Entwicklung von persönlichen, aber auch kollektiven Wünschen.