Schloss Tandalier | Erweiterung

Radstadt/ Salzburg
Wettbewerb, 2011, Nachrücker

Projektdaten

Team

Florian Lang, Phil Rudigier, Matthias Jahn, Stéphane Girault

Landschaftsarchitektur: Auböck + Kárász, Wien

Das ursprünglich als Solitär gedachte Schloss Tandalier ist im Westen durch den Turnsaal und das „Wirtschaftsgebäude“ bereits um 1970 verbaut worden. Im Süden und Osten öffnet sich ein qualitätvoller, (Schloss)parkähnlicher Raum in Richtung Enns, der erhalten werden soll.  

Die gegenwärtige städtebauliche Situation soll durch das Erweiterungsgebäude räumlich und funktional aufgewertet werden. Aus diesen Gründen fällt die Standortwahl für die Erweiterung auf den westlichen Teil: Der Zubau wird genutzt, um die Gesamtsituation städtebaulich und funktional neu zu ordnen und Qualitäten zu schaffen, die zu einer Aufwertung des Schlosses und der Gesamtanlage führen.
Das Projekt basiert auf einem dialogischen Prinzip zwischen dem Schloss und dem Erweiterungsgebäude:
Der Neubau wird so positioniert, dass die Fassaden des Schlosses von allen Seiten voll sichtbar bleiben, und dass das gesamte Ensemble eine neue Fokussierung erfährt. Das Erweiterungsgebäude wird genutzt, um ein geschütztes Atrium zu schaffen, das die bestehenden Gebäude einbezieht und das unterirdische Gangsystem belichtet. Es gräbt sich in die Geländekante ein, sodass von dem dreigeschossigen Baukörper nur zwei Geschosse sichtbar sind. Somit entsteht eine wesentliche Aufwertung der Gesamtanlage, die bereits in der Annäherung von der alten Bundesstraße von Norden sichtbar ist.